Zwischen 360°-Kunst und Büroalltag: Neues Kapitel für das Panometer-Team

Zwischen 360°-Kunst und Büroalltag: Neues Kapitel für das Panometer-Team

Seit Juli arbeitet das Verwaltungsteam des Panometer Leipzig in der media city leipzig. Im Interview berichtet Marketingchefin Marie Rosenlöcher, wie der Standortwechsel den Arbeitsalltag verändert und warum die Nähe zum Ausstellungshaus ein echter Gewinn ist.

Frau Rosenlöcher, herzlich willkommen in der media city leipzig! Seit wann ist die Panometer GmbH hier ansässig und wie haben Sie sich eingelebt? 

Herzlichen Dank für die Begrüßung. Mittlerweile arbeiten wir seit Juli in unseren neuen Büros und ich möchte meinen, dass wir uns bereits sehr gut eingelebt haben. 

Was hat Sie dazu bewogen, sich mit Ihrem Büro gerade für die media city leipzig als Standort zu entscheiden? 

Ein großer Vorteil der media city leipzig ist natürlich die unmittelbare Nähe zum Panometer Leipzig. Wir haben für unser Team nach einem Büro gesucht, welches sowohl fußläufig zu unserem Ausstellungshaus zu erreichen ist als auch alle Bedürfnisse erfüllt, die wir in unserem Arbeitsalltag benötigen. Die media city leipzig hat diese Aspekte glücklicherweise alle sehr gut erfüllt und wir sind froh, dass wir hier ein neues (Büro-)Zuhause gefunden haben. 

Inwiefern unterstützt die Infrastruktur der media city leipzig – zum Beispiel Begegnungsflächen, Netzwerke, Nähe zu Medienunternehmen – Ihre Arbeit im Vergleich zum früheren Standort? 

Aktuell haben wir hier noch gar nicht die vorhandenen Potentiale ausgeschöpft. Die Wochen und Monate nach dem Umzug waren recht ereignisreich. Zukünftig werden wir die Infrastruktur der media city leipzig aber sicherlich bewusster nutzen. 

Wie groß ist Ihr Team hier vor Ort, und welche Aufgabenbereiche decken Sie in der media city ab? 

Wir sind ein kleines Team von vier Mitarbeitern, die die Bereiche Ausstellungsleitung, Buchhaltung, Besucherservice sowie Marketing und Verkauf abdecken. 

Können Sie uns einen Einblick in Ihre typischen Arbeitsabläufe geben? Wie sieht ein normaler Tag in der Verwaltung der Panometer GmbH aus? 

Einen typischen Tag gibt es tatsächlich nicht, dafür sind unsere Arbeitsbereiche zu vielfältig und vielseitig. Nur eins: Langweilig wird es bei uns nie!

Wie eng ist die Zusammenarbeit mit dem Ausstellungshaus? 

Tatsächlich ist die Zusammenarbeit mit unseren Kollegen und Kolleginnen im Panometer Leipzig sehr eng. Wir sind täglich im Austausch und auch sehr oft vor Ort. Wir im Büro können nicht ohne unsere Kollegen im Panometer arbeiten und diese können nicht ohne uns arbeiten. Wir fühlen uns als ein Team und sind nur räumlich etwas getrennt. 

Wie bewerten Sie die Rolle des Panometer in der Leipziger Kulturlandschaft? Was unterscheidet es Ihrer Meinung nach von klassischen Museen oder Veranstaltungsorten?

Das ist eine interessante Frage. Wir sehen eigentlich vor allem die Gemeinsamkeiten mit anderen Museen oder Ausstellungshäusern. Wir alle wollen unseren Besuchern und Besucherinnen auf eine spannende Art und Weise Wissen vermitteln und sie idealerweise für einen kurzen Moment aus ihrem Alltag herausreißen. Das Panometer hat hier teilweise natürlich bessere Möglichkeiten als ein klassisches Museum. Allein durch das riesige 360°-Panorama von Yadegar Asisi als Herzstück unserer Ausstellungen gelingt oftmals eine fast schon lebensechte Begegnung mit dem jeweiligen Panoramathema. 

Das Panometer Leipzig ist ein besonderer Ort für Kunst und Geschichte. Können Sie kurz beschreiben, was Besucherinnen und Besucher dort erwartet? 

Vielen Dank für die positive Einschätzung. Das Panometer ist ja ein alter Gasspeicher, der bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts zur Gasversorgung der Stadt mit genutzt wurde. Dank der runden Bauweise – das Bauwerk ist komplett kreisförmig – hat Yadegar Asisi Anfang der 2000er Jahre hier die besten Bedingungen gefunden, um gewaltige 360°-Panoramen zu zeigen. 2003 eröffnete er EVEREST 8848 als erstes Rundumbild. Dies war ein voller Erfolg. Seitdem wechselt Yadegar Asisi alle zwei bis drei Jahre seine Panoramen im Panometer Leipzig, sodass wir mittlerweile sehr viele verschiedene Ausstellungen bei uns zeigen konnten – wie zum Beispiel ROM 312, AMAZONIEN, GREAT BARRIER REEF, TITANIC und aktuell DIE KATHEDRALE VON MONET. Neben dem jeweiligen 360°-Panorama – welches sehr eindrucksvoll mit einer Tag- und Nacht-Licht-Simulation untermalt wird – durchwandern unsere Gäste auch eine begleitende Ausstellung und dürfen sich anschließend auf einen kleinen Making-of-Film freuen. 

Die Panoramen von Yadegar Asisi sind international bekannt. Gibt es aktuelle oder kommende Themen, auf die Sie besonders stolz sind oder die Sie persönlich faszinieren? 

Wir hier in Leipzig fiebern aktuell der Eröffnung der neuen Panoramaausstellung „ANTARKTIS“ entgegen. Ab 24. Januar ist das neue Bild im Panometer zu sehen. Unsere Vorfreude ist hier bereits sehr groß und wir stecken mitten in den Vorbereitungen. Wir arbeiten uns inhaltlich in das Thema ein, um auf diese Weise neue und schöne Angebote für unsere Gäste zu entwickeln – etwa besondere Familienführungen oder Abendveranstaltungen. Das ist gerade das Großartige an unserer Arbeit: Wir arbeiten uns fortlaufend in neue Themen ein und lernen ständig dazu. Ich muss es daher wirklich noch einmal unterstreichen: Es wird nie langweilig bei uns. 

Wie lange dauert es eigentlich, ein neues Panoramaprojekt von der Idee bis zur Ausstellung umzusetzen? 

Ganz unterschiedlich – von zwei bis drei Jahren wie bei unserem früheren Rundbild CAROLAS GARTEN bis hin zu über zehn Jahren. 

Welche Rolle spielt Teamarbeit bei der Organisation einer so komplexen Ausstellung? 

Teamwork ist für uns genauso wichtig wie selbstständiges Arbeiten. Wir sind ein kleines Team, welches viele Arbeitsbereiche abdeckt. Wir alle arbeiten daher sehr selbstständig und eigenverantwortlich. Dies ist jedoch nur möglich, weil wir als Team gut funktionieren und uns miteinander austauschen und wertschätzen. 

Was schätzen Sie persönlich an Ihrem neuen Arbeitsplatz besonders? 

Sowohl die Infrastruktur – von der Cafeteria bis hin zur Tiefgarage – als auch das freundliche Miteinander auf dem Gelände der mcl. Unsere Kollegen und Kolleginnen wissen dies sehr zu schätzen und ich ebenfalls. Die Möglichkeit zu haben, mit den Kollegen mittags ein warmes Essen zu genießen, ist immer wieder toll.

Wie würden Sie die Atmosphäre in der media city leipzig beschreiben – eher ruhig und konzentriert oder eher kreativ und im Austausch? 

Tatsächlich eher ruhig und konzentriert. Hier hätten wir im Vorfeld eher das Gegenteil erwartet. Für uns ist die Umgebung aber ideal. In unserem Arbeitsalltag geht es zumeist sehr turbulent zu, weshalb wir eine ruhigere Atmosphäre bevorzugen. 

Zum Abschluss: Was wünschen Sie sich für die Zukunft – sowohl für Ihr Team in der media city leipzig als auch für das Panometer Leipzig? 

Das lässt sich schnell beantworten – wir wünschen uns auch weiterhin spannende Panoramathemen, die unsere Gäste bei jeder neuen Ausstellung faszinieren und begeistern.

Kontakt:
www.panometer.de
Panometer Leipzig
Telefon-/Servicezeiten: Di & Do 10 – 12 Uhr sowie 13 – 15 Uhr
Telefon: +49 341 3555340 
Mail: service@panometer.de

Zwischen 360°-Kunst und Büroalltag: Neues Kapitel für das Panometer-Team

Die Kathedrale von Monet (Foto: Tom Schule)
Die Kathedrale von Monet (Foto: Tom Schule) - © Asisi
Arena am Panometer Leipzig (Foto: Mathias Thiel)
Arena am Panometer Leipzig (Foto: Mathias Thiel) - © Asisi
Visualisierung Antarktis Panorama
Visualisierung Antarktis Panorama - © Asisi
Yadegar Asisi fotografiert Pinguine für Antarktis
Yadegar Asisi fotografiert Pinguine für Antarktis - © Asisi