Datenschutzverstöße können teuer werden

Eintrag vom 22.06.2015

Seine Berufsbezeichnung klingt etwas sperrig: externer Datenschutzbeauftragter. Doch Oliver Grams ist alles andere als ein sperriger Typ. „Ich bin wohl eher ein Art Freiheitskämpfer für den Datenschutz“, lacht der 37-Jährige. „Das Datenschutzrecht muss ständig mit der rasanten technischen Entwicklung mithalten. Es gibt immer was neues, das macht es für mich spannend.“

Seit sieben Jahren ist der Jurist mit seiner Firma KIM Beratung selbstständig, kümmert sich als externer Berater um die Sicherheit von Mitarbeiter- und Kundendaten und spürt Sicherheitslücken in Computer-Netzwerken auf. Neben der rechtlichen Seite lassen er und seine vier Mitarbeiter die technische Seite nie aus den Augen. „Wir sind auch Spezialisten für IT-Sicherheit, entwickeln und programmieren Datenbanken. Die von uns betreuten Unternehmen können guten Gewissens sagen: Mit uns sind ihre Daten sicher.“

Mit zehn Unternehmen der DREFA Mediengruppe sitzt einer der größten Kunden gleich nebenan in der media city leipzig. Zudem betreut der gebürtige Hallenser Kunden in Dresden, Mannheim und Saarbrücken.  „In der Unkenntnis der Gesetze lauern die meisten Gefahren“, so Grams. „Die vielen Gebote und Verbote sind für jemanden, der das nur nebenbei machen will, nicht zu überschauen.“

Auch wenn heute kaum noch ein Unternehmen das Impressum auf seiner Website vergisst, so sind Internetauftritte nach wie vor Problemstellen. „Es gibt heutzutage Abmahnanwälte, die sich nur darauf spezialisiert haben, Datenschutzlücken auf Websites aufzuspüren“, gibt Oliver Grams zu bedenken. Verknüpfungen zu externen Seiten beispielsweise können tückisch sein. „Ein falsch gesetzter Link kann dazu führen, dass man für alles haftbar gemacht wird, was da steht.“

Und Datenschutzverstöße können richtig teuer werden. „Wer trotz guter Absichten Mitarbeiterdaten wie Telefonnummern oder Geburtsdaten vom Handy auf eine virtuelle Cloud ins Internet speichert, kann dafür mit Geldbußen bis zu 50.000 Euro belangt werden. Pro Mitarbeitereintrag wohlgemerkt“, warnt Grams.

Und wer den 37-Jährigen mal nicht auf das Thema Datenschutz ansprechen will, kann es mit Fußball und RB Leipzig versuchen. Seit der 4. Liga ist er Fan des Vereins und hat kaum ein Spiel verpasst. In seinen neuen Büroräumen ist Oliver Grams schnell heimisch geworden. „Schon nach zwei Tagen waren wir in der media city leipzig komplett arbeitsfähig. Internetanschluss, Telefon, Möbel, alles war schon da. In anderen Büros hat das Wochen gedauert.“

www.kimberatung.de

Oliver Grams

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