Erik Beyer und Thomas Ludewig
Eintrag vom 23.06.2015
Fotografie und Assemblagen aus Keramiken auf strukturiertem Schwemmholz
In einer gemeinsamen Ausstellung präsentierten die Künstler Erik Beyer und Thomas Ludewig ab dem 16. Februar ihre Werke in der media city leipzig.
Die Arbeit des jungen Fotografen Erik Beyer folgt ganz einfachen Grundsätzen. "Als oberste Prämisse meiner Fotografie verstehe ich, den Leuten durch meine Fotografien Dinge näher zu bringen, welche sie nur selten wahrnehmen oder nie zu Gesicht bekommen", erklärt der Künstler. Dafür ist Erik Beyer stets und ständig mit der Kamera bewaffnet und geht mit offenen Augen durchs Leben.
Besonders viele Motive findet der Hallenser Künstler auf Streifzügen durch beeindruckende Landschaften, etwa in Schweden. "Mich interessieren vor allem die kleinen Details, welche sich im richtigen Licht schnell zu Bildern entwickeln, die etwas Magisches mit sich bringen - welche manchmal auch nicht wie von unserer Welt zu sein scheinen."
Der Ästhetik des Zerfalls, der Schönheit des Vergänglichen gilt ebenfalls das Interesse des Fotografen. "Es gibt für mich nichts spannenderes, als in einem alten Gemäuer, wie in einer alten Fabrikhalle, die nach und nach von der Natur zurückerobert wird, Impressionen so eindrucksvoll wie möglich in Szene zu setzen." Dabei setzt Erik Meyer innovative Verfahren, wie den Druck auf Aluminiumträger-Platten ein.
Assemblagen vom Thomas Ludewig
Thomas Ludewig verwendet für seine Assemblagen aus Keramiken auf strukturiertem Schwemmholz, zumeist Schwemmholz aus Flüssen, das er beim Spazierengehen findet.
Das Wirken des Wassers verändert das Holz und hinterlässt strukturell veränderte Oberflächen - nur die harten Holzanteile blieben zurück. Die hölzernen Strukturen reizen den Künstler. Er kreiert Keramiken zu kreieren, die in Größe, Form und Färbung mit dem toten Holz eine ästhetische Einheit bilden. Die Keramik montiert Thomas Ludewig anschließend auf dem Holz.
Die Umwertung des Holzes zu Assemblagen geschieht auf ästhetischer Ebene. "Das Betrachten der Werke führt die Vergänglichkeit vor Augen, aber auch die tröstliche Möglichkeit einer 'Auferstehung'", erklärt der Thomas Ludewig.
Mehr Infos: www.keramik-ludewig.de


