Kunst, die Räume öffnet: Sibylle Henkel stellt in der media city leipzig aus
Vom 1. Dezember bis 28. Februar lädt die Künstlerin Sibylle Henkel zu einer inspirierenden Reise in farbenreiche Energiewelten ein. Ihre Werke verbinden künstlerische Intuition mit geomantischem Wissen. So entstehen Bilder, die Räume harmonisieren und Menschen berühren.
Frau Henkel, Sie sind sowohl freischaffende Künstlerin als auch ausgebildete raumenergetische Beraterin und Geomantin. Können Sie uns kurz schildern, wie diese beiden Welten bei Ihnen zusammenfinden?
Sehr gern - meine Ausbildung zur Geomantin habe ich vor 18 Jahren europaweit gemacht. Es waren drei lehrreiche Jahre, die mein Leben nachhaltig verändert haben. Geomantie ist die Lehre und Praxis, die feinstofflichen, energetischen Strukturen der Erde zu verstehen und zu harmonisieren, um die Beziehung zwischen Mensch und Natur zu verbessern. Dabei schaue ich mir ganzheitliche Themen des Menschen an:
➢ Lebensräume (Standortwahl)
➢ Störfelder/ Ungleichgewichte im Raum
➢ Materialauswahl
➢ Farben und Formen
➢ Himmelsrichtung
➢ Energiefluss im Haus
Haben wir uns schon einmal gefragt:
➢ Wie beeinflusst Raumenergie unser Wohlbefinden?
➢ Welche Rolle spielt Atmosphäre für Regeneration, Schlaf und innere Ruhe?
➢ Wie kann ich es erreichen, harmonische, kraftvolle Wohn- und Arbeitsräume zu schaffen? ➢ Welche Veränderungen brauche ich für besseren Schlaf und innere Balance?
In einem persönlichen Gespräch gebe ich Empfehlungen, was im Detail gebraucht wird und harmonisiere es, damit gesundes Wohnumfeld entsteht. In meiner künstlerischen Welt erschaffe ich kraftvolle und farbenfrohe Werke, die Lebendigkeit, Leichtigkeit und Lebensfreude zu den Menschen bringen. Positive Energie und die passende Auswahl der Farben im Raum werden genau geomantisch abgestimmt. Beispielsweise sollten im Schlafzimmer, einem Raum der Ruhe, keine roten Bilder hängen, da dies zu anregend wirken kann. Fehlbereiche in Grundrissen kann ich durch Bilder, die in die Tiefe gehen, ausgleichen. So greifen die Kunst und die Geomantie ineinander.
In Ihrer künstlerischen Praxis bieten Sie Mal- und Töpferkurse für Menschen ohne Vorkenntnisse an. Wie wirkt sich diese Lehr- bzw. Vermittlungsarbeit auf Ihre eigene Malerei aus?
Es macht mir große Freude, mein Wissen und meine künstlerischen Kenntnisse weiterzugeben. Ich bin sehr oft in den letzten Jahren zu Techniken und „wie machst Du das“ gefragt wurden – irgendwann habe ich den Schritt gewagt und meinen ersten Malkurs angeboten. Es war großartig, wir haben am Schwanenteich Seerosen gemalt. Es gibt immer neue Techniken, die ich vermitteln kann. Vorher probiere ich es immer selbst aus und freue mich, wenn es klappt. Die Teilnehmer sind begeistert, beispielsweise mit echten Blüten oder Baumrinde ihr eigenes Werk zu schaffen. Es ist ein rundum positiver Anreiz für mich!
Gibt es für die Ausstellung in der media city leipzig ein übergeordnetes Motto bzw. eine Leitidee? Falls ja, wie kam diese Idee zustande?
Ja, die gibt es. Das Motto ist „Zeitreise zur inneren Mitte“. Es sind Themen, die sich aktuell in mir bewegen oder Impulse, die aus Kursen mitgenommen werden. Die eigene innere Mitte zu finden, ist im Alltag oft nicht so leicht und ein Thema, das bei vielen Menschen präsent ist.
Wie haben Sie die ausgestellten Werke ausgewählt und zusammengestellt – nach Form, Farbe, Thema, Raumwirkung?
Ich schaue mir die verfügbare Fläche an und danach wähle ich Bilder aus, die thematisch passen. Ich schaue, dass es eine bunte Vielfalt ist und ein abwechslungsreiches Gesamtbild erscheint.
Gibt es ein oder mehrere Werke in der Ausstellung, die Ihnen besonders am Herzen liegen? Wenn ja: Warum?
Ja, das Bild „Schutz und Abgrenzung“ liegt mir besonders am Herzen. Es ist in sanften lila - grau Tönen gemalt mit Zeitungspapier als Untergrund. Es vermittelt das Thema des Bildnamens sehr gut und strahlt dennoch eine gewisse Sanftheit aus.
Im Rahmen Ihrer Raumenergetik-Arbeit testen Sie Farben mit kinesiologischen Methoden. Können Sie kurz erläutern, wie das funktioniert? Nutzen Sie diese Herangehensweise auch bei der Wahl der Farben Ihrer freien Malerei?
Bei der Kinesiologie handelt es sich um ein ganzheitliches Diagnose- und Therapieverfahren aus der alternativen Heilkunde. Ziel in meiner Arbeit ist es, die eigene allgemeine Wohngesundheit sowie Lebensqualität zu verbessern. Um dies genau herauszufinden, nehme ich das Verfahren der Kinesiologie zur Unterstützung. Es handelt sich um einen Arm- und Muskeltest, der meine Arbeit sehr präzise macht. Für meine Kunden ist es dadurch sehr individuell und nachvollziehbar. Sie sind in der Beratung mittendrin und dabei. Beim Malen gehe ich ausschließlich nach meinem Gefühl und verwende die Kinesiologie nicht.
Geben Sie uns kurz einen Blick hinter Ihre Arbeitsweise: Von der ersten Idee bis hin zum fertigen Bild – wie entstehen Ihre Werke für gewöhnlich?
Ich habe seit einigen Jahren ein eigenes Atelier in der Dübener Heide. Wenn ich den Impuls habe zu malen, schwirren meist ein Thema oder eine neue Technik in meinem Kopf. Vielleicht habe ich auch etwas Besonderes in der Natur entdeckt, zum Beispiel echte Pusteblumen mit Samen – und dann geht es los. Ich trage die Materialien auf das Bild auf, föhne und lasse es trocknen. Dann kommen fünf bis sechs Farbschichten, am Ende meist ein Effektlack wie Gold oder Silber, und als Abschluss Schutzlack. Der Rahmen aus Holz oder Edelstahl „zieht“ das Bild fertig „an“.
Haben Sie selbst Lieblingskünstlerinnen / Lieblingskünstler oder Inspirationsquellen – und spiegelt sich etwas davon in der Ausstellung wider?
Das werde ich oft gefragt. Nein, habe ich nicht. Ich schaue mir auch nie Bücher oder Videos zum Malen an. Ich bin kein Freund von Bedienungsanleitungen und mache meinen eigenen Stil – schon immer.
Und zum Schluss: Wie wünschen Sie sich, dass die Besucherinnen und Besucher durch Ihre Ausstellung in der media city leipzig gehen – mit welcher Stimmung, mit welchem Nachklang?
Sie sollen neugierig kommen, sich inspirieren lassen von der Lebensfreude in den Bildern, gern Fragen stellen zu Techniken und Farben. Wer mehr davon erfahren will, kann gern später zu mir zum Workshop kommen. Wenn ein Bild im Unterbewusstsein eines Besuchers so richtig kitzelt – dann gehört es zu ihm. Das merkt man sofort im Bereich des Solar Plexus und es geht einem nicht mehr aus dem Kopf. Nach einem schönen Austausch wünsche ich mir, dass die Besucher zufrieden mit anregenden Gesprächen nach Hause gehen.
Kontakt:
Sibylle Henkel 0163 7 99 99 23
info@raumgenuss.de





