01/01/70
Drehscheibe media city leipzig
Wenn man Tatjana Rinck fragt, warum sie mit ihrem DKA Übersetzungsbüro in der media city leipzig gelandet ist, überlegt sie einen Moment. „Die media city ist für mich eine Drehscheibe, hier finde ich viele meiner Kunden, kann mich mit ihnen treffen und die Aufträge absprechen.“ Dieses kommunikative Element scheint ihr besonders wichtig in zu sein, in einem Beruf, in dem man meist allein vor dem Computer arbeitet.
Seit zehn Jahren betreibt die Diplomgermanistin ihr DKA Übersetzungsbüro, seit 2002 unterhält sie eine Zweigstelle in der media city leipzig zusammen mit dem McCopy Kopierservice. „Um in Ruhe zu arbeiten zu können, brauche ich allerdings mein eigentliches Büro, keine fünf Minuten entfernt von hier.“ Während sie dort vor allem Übersetzugsleistungen für den Außenhandel anbietet, hat sie sich in der media city leipzig vor allem auf Kunden aus der Medienbranche spezialisiert.
Dabei sei der Unterschied zwischen Außenhandelstexten und denen für die Medien gewaltig. „Während es beim Außenhandel feste Vorlagen gibt, die so genau wie möglich übersetzt werden sollten, muss bei Texten für den Medienbereich vorher sehr genau abgesprochen werden, was gewünscht wird“, so die Einschätzung von Tatjana Rinck. Zum einen gibt es unterschiedliche Medien, neben Texten seien auch Mitschnitte oder Kommentare zu übersetzen. Einige Kunden wünschen dabei eine haargenaue Übersetzung mit jedem Räuspern, anderen reicht eine grobe Inhaltsangabe, wo erst nach dem Endschnitt der Text fertig ist und dann nachbearbeitet werden muss.
Mittlerweile hat sich Tatjana Rinck in der media city leipzig einen entsprechenden Kundenkreis aufgebaut. „Wir haben sehr viel für die Ottonia gemacht, für die Saxonia, dem Synchron- und Tonstudio Leipzig oder auch direkt für den Mitteldeutschen Rundfunk“, zählt Tatjana Rinck auf. Hauptsprachen seien hier vor allem das Englische und Italienisch, aber auch Russisch, ihre Muttersprache, gewinne zunehmend an Bedeutung.
Über diese Sprache kam sie auch zu ihrem bislang einzigen, eher zufälligem Fernsehauftritt. Bei Aufnahmen für die SOKO Leipzig war sie als Sprach-Coach für eine deutsche Schauspielerin engagiert worden, die eine Dame mit russischem Akzent spielen sollte. Als irgendwann die Rolle einer russischen Hauswirtschaftlerin besetzt werden musste, sprang sie kurzerhand für zwei Sätze ein. Sprachen sind halt das Tor zur Welt.
In der media city leipzig ist alles dicht an dicht und dadurch die Wege sehr kurz. Das macht es sehr angenehm hier zu arbeiten. Alles ist irgendwie lockerer und die Leute wenig distanziert.
