Ansichten-Malerei von Christiane Reitinger

Vom 1. Juni bis 31. Juli 2010 stellt Christiane Reitinger eine Auswahl ihrer Bilder unter dem Titel „Ansichten- Malerei von Christiane Reitinger“ im Foyer der media city leipzig aus. Zur Vernissage, die am Mittwoch, den 2. Juni 2010 um 17:00 Uhr stattfindet, wird die Kunsthistorikerin Susanne Schottke die Laudatio halten.

Christiane Reitinger wurde 1946 in Itzehoe (Schleswig-Holstein) geboren. Nach dem Abitur 1964 studierte sie Kunst und Geschichte an der Universität Leipzig.
Ihr Studium der Kunsterziehung absolvierte sie bei Prof. Siegfried Ratzlaff.
Bereits während ihrer Lehrertätigkeit (1968-2007) war sie künstlerisch tätig, besuchte die Abendakademie der HGB und nahm an künstlerischen Weiterbildungen teil.

Seit 1990 ist sie Mitglied der Malgruppe im Atelier Chmelik. Hier begann eine intensive künstlerische Arbeit und das Ausprobieren verschiedener  Maltechniken und die Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten .
Frau Reitinger stellt ihre Bilder regelmäßig in den Räumen der Arztpraxis von Frau  Dr. Lutze/ Stolzenburg /Koche aus, sowie in verschiedenen Einrichtungen und Galerien der Stadt.
In ihrer letzten Personalausstellung im Diakonissenkrankenhaus stellte sie über 80  Arbeiten unterschiedlicher Sujets und in verschiedenen Techniken, wie Öl bzw. Acryl, Kreide sowie Aquarelle aus.

Seit 2008 ist sie Gründungsmitglied der Künstlergruppe POLYCROMIA.
Christiane Reitinger ist eine kreative und produktive Künstlerin. Es entstehen mit ihren Landschaften und Stillleben sensible Stimmungsbilder, Abbilder menschlicher Seelenzustände, wie sie bevorzugt in der Malerei der Romantik vorkommen.

In ihren Gemälden bringt die Künstlerin Ihre tiefe Liebe zur Natur zum Ausdruck.

Im Wechselspiel zwischen Gesamtheit und Detail entstehen in der Landschaft Skizzen. Im Atelier variiert sie Format, Farben und Farbauftrag. Großzügig werden Formen zusammengefasst, um das Wesentliche herauszuarbeiten. Dabei tritt die Wiedergabe der konkreten Landschaft oft in den Hintergrund, aber bei genauerem Hinsehen kann der Betrachter erkennen, welche Gegend als Grundlage für die Bilder diente. Sehr schön erkennt man wie es ihr gelingt, im differenzierten Umgang mit der Farbe, Stimmungen zu erzeugen und Gefühle anzusprechen.
Zu betrachten sind Landschaften und Stillleben deren Zugang sich erst bei genauer Betrachtung erschließt, weil sie in abstrahierender Form gemalt sind und/oder symbolischen Charakter haben.

Man kann nicht umhin, in einigen Bildern eine gewisse Wehmut zu erkennen. Altes, Verlassenes oder Vergangenes werden von Frau Reitinger häufig thematisiert.
Das Vanitasthema spielt für die Künstlerin eine bedeutende Rolle.
 

'Wurzel-werk' 2010, Öl auf Leinwand