01/01/70

An der Rezeption sind alle gleich

Alle Wege führen an den Tresen. Das gilt auch in der media city leipzig, wenn es heißt, Probleme oder sonstige Dinge zu lösen. Als Vermittler fungieren so zusagen die guten Seelen der media city leipzig, die rund um die Uhr in Bereitschaft sind. Tagsüber steht meist Annett Späte an vorderster „Front“ ihren Mann und ist schon deshalb den meisten Mitarbeitern in der media city leipzig bestens bekannt. Zum Team, welches von der WISAG FM Sachsen GmbH gestellt wird, gehören weiterhin zwei feste Mitarbeiter vom Wachschutz, nämlich Ingo Pape und Mirko Dietzmann sowie zwei Springer. Die Stunden der Kollegen vom Wachschutz schlagen wochentags in der Nacht, an den Wochenenden sowie an Feiertagen sind sie allein für die Tages- und Nachtschichten verantwortlich. Dabei lenken sie hauptsächlich ihr Augenmerk auf den Schutz des Hauses.

Dienstleistungen bedeuten auch Verständigung

„Das Arbeitsgebiet am media city leipzig-Tresen umfasst nicht nur die allgemeine Rezeptionstätigkeit, sondern auch verschiedene Dienstleistungen", erklärt Annett Späte. Dazu gehören unter anderem der Verkauf von Briefmarken und die Annahme und Ausgabe von Sachen für die Reinigung. Sie hinterlegt aber auch Mieterschlüssel, Pakete oder Kameratechniken. Die 30-Jährige tritt ebenso als Koordinator auf, wenn Firmen des Hauses irgendwelche Artikel anbieten möchten oder in der media city leipzig verschiedene Aktionen gestartet werden. Dienstleistungen für Leute zu erbringen bedeutet auch, so Annett Späte, sich mit Personen zu verständigen. Deshalb gebe es ein Prinzip. Egal, wer auch immer am Tresen etwas Bestimmtes möchte: „An der Rezeption sind alle Menschen gleich“.

Der unbekannte Prominente

Dieser Gleichheitsgrundsatz gilt natürlich auch für Prominente, die des öfteren an der media city leipzig-Rezeption vorbei flanieren. Neben Nachrichtensprechern des MDR ist das beispielsweise Thomas Rühmann alias Dr. Heilmann, der schon mal „In aller Freundschaft“ seine Krawatten zwecks Reinigung am Tresen abgibt. Da gab es aber auch einen angeblichen Prominenten, den Annett Späte als solchen nicht erkannte. Im Studio 3 wurde eine Volksmusik-Sendung aufgezeichnet und zu der 30-Jährigen kam ein älterer, schmächtiger Mann, der mächtig aufgeregt tat und zur Produktion wollte. Als sie ihn nach seinem Namen fragte, wurde er noch aufgeregter, da er sich unmöglich vorstellen konnte, dass man ihn nicht kannte. Wer er nun wirklich war, ist bis heute nicht geklärt. Sollte der ältere Mann aus der Volksmusik-Branche das lesen, kann er sich noch einmal in der media city leipzig vorstellen, diesmal namentlich. Sorgen braucht er sich dabei nicht zu machen, denn „An der Rezeption sind alle Menschen gleich“.

Bild: Jens Daniel
Annett Späte